Treppe aus Granit
Treppe aus Granit
Beim Bau von Gartentreppen ist auf wetterfeste Materialien zu achten. Der Treppentyp richtet sich ebenfalls nach den gewählten Baustoffen. Je nach dem, ob Blockstufen, Stellstufen oder Legstufen verwendet werden.

Anders als beim Hausbau, wo die Treppe exakt nach dem vorgegebenen Treppenhaus zu berechnen und zu bauen ist, gibt es im Garten eine gewisse Toleranz. Man kann die Höhe und die Länge der Treppe ein wenig "strecken" und dem vorhandenen Gelände anpassen, zumal die Ebenen nie exakt waagrecht sind. So lässt sich beispielsweise ein Hang flacher gestalten, wenn er für eine Treppe zu steil wäre. Der Fußpunkt oder der Hochpunkt wird einfach verlagert, das heißt die unterste Stufe rückt vom Hang weg nach außen oder die oberste Stufe nach innen, in dem der Hang angeböscht oder abgegraben und flacher gemacht wird. Dies ist natürlich nur dort möglich, wo keine festen Ebenen vorhanden sind. Beim Überbrücken beispielsweise eines Weges zu einer höherliegenden Terrasse sind die Anschlussstellen festgelegt. In der Regel sollen Gartenwege und auch Treppen die kürzesten Verbindungen zwischen zwei Punkten bzw. Plätzen sein. Bei einem sehr steilen Hang ist dies jedoch nicht unbedingt empfehlenswert. Hier sollte die Treppe besser nicht direkt nach oben bzw. nach unten führen, sondern schräg in den Hang gebaut werden, um die Steigung zu verringern.

Treppe berechnen
Die Treppenhöhe und -tiefe sind für die Berechnung der Stufenanzahl wichtig. Sie lassen sich mit Hilfe eines Maßstabs und einer Richtlatte oder Richtschnur feststellen. Und zwar wird der Maßstab am Fußpunkt senkrecht in den Boden gesteckt. Dann führt man eine Richtlatte oder Richtschnur vom Maßstab aus genau waagrecht zur obersten Stelle am Hang. Der Abstand zwischen dem Maßstab und dem obersten Punkt der Treppe ergibt die Gesamttiefe. Die Gesamthöhe lässt sich am Maßstab abmessen und zwar ist es die Höhe zwischen dem Fußpunkt und dem Anschlag der Richtlatte oder Richtschnur.

Stufenmaß nach der Treppenformel
Als Orientierungshilfe beim Treppenbau kann die Treppenformel nützlich sein. Sie hat allgemein beim Treppenbau Gültigkeit und richtet sich nach dem Schrittmaß eines Erwachsenen von etwa 67 cm. Und zwar gilt: die doppelte Steighöhe plus Auftrittsbreite sollte eine Schrittlänge ergeben (Stufenhöhe x 2 + Stufentiefe = 67 cm). Früher galt ein Durchschnittmaß von 63 cm. Mittlerweile wurde die Schrittlänge auf 67 cm korrigiert, zumal die Menschen größer sind als zur Zeit der Entwicklung dieser Formel im Jahr 1675 (vom französischen Gartenarchitekten Jacques-Francois Blondel).

Gutes Verhältnis
Beim Treppenbau ist es empfehlenswert ein günstiges Verhältnis zwischen der Stufenhöhe und der Stufentiefe (Auftrittsbreite) festzulegen. Bei Treppen im Haus ist die Auftrittsbreite beschränkt, zumal der Raum für das Treppenhaus zugunsten der Wohnräume knapp bemessen wird. In der Regel besteht ein Verhältnis von ca. 18/30. Das heißt die Stufen haben eine Höhe von 18 cm und eine Tiefe von 30 cm. Dadurch ergibt sich ein Stufenmaß von 66 cm, das eine recht angenehme Begehung ermöglicht. Anders verhält es sich bei Kellertreppen, die meistens steiler sind. Beim Vergleich zwischen Haustreppen und Kellertreppen zeigt es sich, dass ein großzügiges Stufenmaß durchaus wünschenswert ist. Das gilt natürlich auch für Gartentreppen, die ständig benutzt werden. Hinzu kommt, dass ein im Haus gebräuchliches Verhältnis von 18/30 im Freiland weniger angenehm empfunden wird. Bei Gartentreppen sollten die Stufen niedriger und tiefer (breiter) sein.

Raum ausnutzen
Im Garten steht meistens mehr Platz für Treppen zur Verfügung als im Haus. In weitläufigen Anlagen wirken zumindest die Haupttreppen auch als dekorative Gestaltungselemente. Sie sollten dementsprechend großzügig bemessen sein. Es empfiehlt sich eine Stufenhöhe unter 18 cm zu wählen. Bei einer gewünschten Stufenhöhe von beispielsweise 15 cm kommt bei Beachtung des Stufenmaßes eine Stufentiefe von 37 cm zustande (2 x 15 + 37 = 67). Dieses Verhältnis macht eine sehr weitläufige Treppe möglich.

Vorgaben durch Gesamthöhe
Das Stufenmaß steht natürlich in Bezug zur Gesamthöhe der Treppe. Vor allem muss jede Stufe die selbe Höhe haben. Denn eine oder mehrere uneinheitliche Stufen sind unweigerlich Stolperfallen. Bei einem Höhenunterschied von beispielsweise 1,50 m ließen sich praktisch 10 Stufen mit 15 cm Höhe bauen. Dadurch käme eine Stufentiefe von 37 cm zustande (2 x 15 + 37 = 67). Diese Treppe würde - bei dem üblichen Schrittmaß von 67 cm - also eine Gesamttiefe von 3,70 m benötigen (10 x 37 cm).

Strenge Vorgaben durch Höhe und Tiefe
Wenn die Höhe und die Gesamttiefe durch zwei vorhandene Ebenen vorgegeben sind (z.B. durch einen Weg am Haus und eine tiefer liegende Terrasse am Hang), muss die Treppe nach diesen Vorgaben bemessen werden. Dazu ist es nötig, die Gesamthöhe und Gesamttiefe zu ermitteln. Dementsprechend ist dann die Aufteilung in Stufen möglich. Beispielsweise ergeben sich bei einer Gesamthöhe von 1 m und einer Tiefe von 3 m insgesamt 8 Stufen mit jeweils 12,5/37,5 cm (100 cm : 8 Stück = 12,5 cm und 300 cm : 8 = 37,5 cm). Wenn mehr oder weniger Stufen erwünscht sind ergeben sich entsprechend andere Maße.

Festes Stufenmaß
Wenn das Stufenmaß etwa durch vorhandene Blockstufen (z.B. Granitzeilen, Eisenbahnschwellen) vorgeben ist, erfolgt die Berechnung der Treppe nach deren Größe (Stufenhöhe und -tiefe). In diesem Fall kann das Stufenmaß von ca. 67 cm nur dann eingehalten werden, wenn die Blockstufen mindestens eine Höhe von 18 cm und eine Breite 30 cm haben. Andernfalls müssen zwei Blöcke zu einer Stufe zusammengebaut werden.

Baustoffe

Blockstufen
Am einfachsten lassen sich Steinquader oder Betonsockel zu einer massiven und haltbaren Treppe zusammenfügen. Der Aufbau von Blockstufen erfordert kein Betonfundament. Sie sind deshalb besonders im Garten gut geeignet, zumal die einzelnen fertigen Stufen aufeinander gelegt werden. Man beginnt bei der untersten Stufe und baut die Treppe dann nach oben auf, indem eine Stufe nach der anderen gelegt wird, wobei die obere Stufe jeweils ein Stück auf der unteren aufliegt. Die Anzahl an Einzelstufen errechnet sich wie üblich aus der Gesamttiefe und Gesamthöhe. Blockstufen für so eine Treppe lassen sich übrigens auch selbst aus Beton gießen.

Legstufen
Für Legstufen bieten sich u.a. Pflasterklinker, Natursteinplatten oder andere flache Materialien an. Sie werden gleichermaßen wie Blockstufen berechnet und von unten aufgebaut. Zunächst entsteht jeweils die Front der Stufe, die sogenannte Stellstufe. Diese wird dann z.B. mit Erde hinterfüllt. Darauf kommt der Belag aus dem selben oder einem anderen Material.

Stellstufen
Eine Treppe aus Stellstufen lässt sich auch ohne festen Belag bauen. Sie werden nacheinander in den Hang gegraben und jeweils an der Front etwa mit einem Holzbrett oder einer Betonplatte gestützt. Die Stellbretter oder -platten bekommen ihrerseits Halt z.B. durch zwei Pflöcke oder Stahlstäbe. Als Belag eignet sich z.B. eine Rindenschüttung oder Kalksplitt.

Unterbau
Für Gartentreppen ist gewöhnlich kein tiefes Betonfundament nötig, wenn sie auf "gewachsenem" Boden gebaut werden. Treppen am Haus oder auf lockerem, aufgeschüttetem Boden brauchen jedoch an der Sohle ein 80 cm tiefes Betonfundament, damit die unterste Stufe frostsicher liegt.

Betonblockstufen
Wesentlich billiger als Natursteinblockstufen, aber ebenso haltbar, sind Betonblockstufen. Sie lassen sich mit Hilfe von Holzschalungen selbst herstellen. Mörtelfarbe, die es in verschiedenen Tönungen gibt, macht den sonst grauen Beton ein wenig freundlicher. Die Schalung wird je nach gewünschter Stufengröße und Form gefertigt. Sie ist mehrmals verwendbar. Damit können Stufen in Serie produziert werden. Zum Mischen des Betons dient Zement und Kies (1:4 Teile). Die fertige Schalung aus einem Schaldeckel und Brettern nimmt den fertigen Beton auf. Nach dem Rütteln und Abziehen des Betons, ist eine Trocknungszeit von etwa 48 Stunden abzuwarten. Dann lässt sich die Schalung abnehmen. Die fertigen Stufen werden wie gewohnt von unten nach oben gelegt und zu einer Treppe aufgeschichtet.

Betontreppe
Für eine massive Betontreppe ist eine passende Schalung nötig. Sie wird aus Brettern gebaut. Zunächst ist wieder die Berechnung der einzelnen Stufen im Bezug auf die Treppentiefe und -höhe durchzuführen. Falls erforderlich muss der Hang abgegraben und mit verdichtetem Schotter gefestigt werden. Auf diesem Unterbau ist dann die Errichtung der Holzschalung möglich.
Treppe aus Legstufen
Treppe aus Legstufen
Treppe aus Holz und Granit
Treppe aus Holz und Granit
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Granitsteinen
Treppe aus Granitsteinen
Treppe aus Granitsteinen
Treppe aus Granitsteinen
Stellstufen aus Holz
Stellstufen aus Holz
Stellstufen aus Ziegeln
Stellstufen aus Ziegeln
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Blockstufen aus Granit
Blockstufen aus Granit
Blockstufen aus Naturstein
Blockstufen aus Naturstein
Blockstufen aus Naturstein
Blockstufen aus Naturstein
Blockstufen aus Naturstein
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Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Blockstufen
Treppe aus Granitsteinen
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Treppe aus Legstufen
Treppe aus Legstufen
Treppe aus Ziegeln
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Treppe aus gemischten Baustoffen
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Stufen-Typen
Stufen-Typen
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